Sonntagsimpulse

Impuls zum Sonntag, 20. September

Machst du dir manchmal Sorgen? Machst du dir zu viele Sorgen? Manche Sorgen sind wichtig - für uns und andere. Manche Sorgen sind vielleicht nicht so wichtig - und da kannst morgen schon darüber lachen.

Im Gesangbuch steht diese Strophe, sie ist mehr als 350 Jahre alt.
Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

Jesus kannte Menschen, die sich viele Sorgen machte.
Jesus sagte:
Seht euch die Blumen an.
• Die Blumen arbeiten nicht.
• Die Blumen nähen keine Kleider.
• Die Blumen sind immer hübsch angezogen.
• Mit bunten Blüten.
• Und grünen Blättern.
• Kein König hat so schöne bunte Kleider wie die Blumen.
Gott sorgt für die Blumen.
Gott lässt das bunte Kleid für die Blumen wachsen.

Jesus sagte:
Ihr Menschen seid wichtiger als die Blumen.
Darum sorgt Gott noch mehr für die Menschen.
• Damit alle Menschen genug zum Anziehen haben.
• Damit alle Menschen genug zum Essen haben.
• Damit alle Menschen genug zum Trinken haben.

Jesus sagte:
Macht euch also keine Sorgen.
Sorgen machen das Leben schwer.
Habt immer frohen Mut.
Evangelium in Leichter Sprache

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Sei für uns da - vertreibe unsere Sorgen und sorge für uns.
Segne uns. Amen.

Heute könnte ein Blumen-Entdecker-Tag sein! Welche Farben haben sie? Wie sehen ihre Blüten aus? Wie groß sind die Blüten? Welche Form haben die Blätter?


Impuls zum Sonntag, 13. September

Ich weiß, dass du danke sagen kannst. Nur manchmal vergisst du es.
Das schönste Dankesagen ist, wenn es dir aus dem Herzen kommt.
Wenn du sagen musst, fühlst sich das manchmal komisch an.

Es gibt eine Krankheit, die ist sehr ansteckend (so wie Corona). Eine Hautkrankheit. Sie wird Aussatz oder Lepra genannt. Wer sie bekam, durfte nicht mehr in seinem Haus leben. Er musst weg aus seinem Dorf und mit anderen Kranken zusammenleben. So konnten sie sich unterstützen und trösten. Verwandte kamen und brachten Essen, aber schön auf Abstand.

Sie erzählten Neuigkeiten. Auch von Jesus, der im Land unterwegs war. Zehn Krankee hörten, dass Jesus in der Nähe war. Sie hatten plötzlich große Hoffnung. Sie machten sich auf den Weg und suchten Jesus. Sie fanden ihn und blieben mit einiger Entfernung stehen.

Jesus konnte sie sehen und hören. Hilf uns, riefen sie ihm zu.
Und das machte er auch.
Sie wurden gesund.
Glücklich und schnell kehrten sie zu ihren Familien zurück.

Alle?
Nein.
Einer kehrte noch einmal um.
Er lobte Gott und dankte Jesus.
Ein Dank, der aus dem Herzen kam.

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Sei für uns da - auch wenn wir vergessen, danke zu sagen.
Segne uns. Amen.

Versuch doch heute mal, immer wieder danke zu sagen.
Aber ohne Worte. Sondern mit deinem Gesicht, mit deinen Händen.


Impuls zum Sonntag, 6. September

Liebe Kinder, liebe Eltern,

ich hatte einen bösen Streit mit meinem besten Mäusefreund. Ich weiß nicht mal mehr, wie alles angefangen hat. Streiten finde ich gar nicht schön.

Oft fängt es mit ein paar unbedachten Worten an. Ein Wort gibt das andere. Vorwürfe und Gemeinheiten folgen. Es wird immer schlimmer, weil keiner nachgeben will. Aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit wird ein großer Streit. Manchmal fallen nicht nur böse Worte, sondern es wird sogar geschubst oder geschlagen. Eine richtige Spirale der Gewalt kann das werden. Aus Freunden können Feinde werden. Ich will nicht, dass mein Freund mir zum Feind wird! Nach dem Streit hab ich mich total schlecht gefühlt.

Habt ihr das auch schon mal erlebt? Erzählt einander davon. Und sagt auch, wie es euch dabei gegangen ist, wie es sich anfühlt, wenn ihr von anderen verletzt worden seid oder selber andere verletzt habt.

Wie gern möchten wir das ungeschehen machen. Aber es ist so schwer, einen Streit zu beenden. Oft verpassen wir den richtigen Zeitpunkt. Einer müsste anfangen aufzuhören. Aber wer schafft das?

„Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat“, schreibt in der Bibel der Apostel Paulus (2. Korinther 5, 19). Gott selber also stiftet Frieden. So wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist, wie er aus Feinden Freude gemacht hat, so sollen auch wir das tun.

Das ist nicht einfach. Wie reagiert der andere? Ein Friedensangebot ist ein ganz schönes Wagnis. Der andere könnte es ja ablehnen. Gelingt Versöhnung? Wir wissen es nicht. Aber wir müssen es in Gottes Namen probieren.

Deshalb habe ich meinem Mäusefreund mit der Post ein Freundschaftsbändchen zugeschickt. Und als ich ihn das nächste Mal gesehen habe - ich war ganz aufgeregt! -, hat er es wirklich getragen! Gott sei Dank! Wir haben uns ausgesprochen und wieder versöhnt!

Kennt ihr auch Gesten des Friedens und der Versöhnung? Was macht ihr, um einen Streit zu beenden? Was fällt euch dazu ein? Erzählt euch davon. Und wenn ihr gerade wirklich mit jemandem Streit habt, dann seid mutig. Macht den ersten Schritt zur Versöhnung! Gott hilft euch ganz bestimmt dabei!

 
Herzliche Grüße von Eurer Kirchenmaus Fieps 


Impuls zum Sonntag, 30. August

Eines Tages brachten die Leute einen Mann zu Jesus.

Der Mann war taub und stammelte Laute, die niemand verstehen konnte. Die Leute baten Jesus, ihm die Hand aufzulegen.

Da legte ihm Jesus die Finger in die Ohren und spuckte aus und berührte seine Zunge. Dann sah er auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf!

Sogleich gingen seine Ohren auf.
Er konnte wieder hören und richtig reden.

Die Leute wunderten sich und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden.

Vielleicht feiert ihr zu Hause, weil einer von euch krank ist. Wenn man dann auch noch hohes Fieber hat, dann kann man nicht richtig reden, vielleicht nur unverständliche Laute stammeln. Da freut man sich, wenn die Krankheit vorbei ist und man wieder normal reden kann.

Jesus heilt einen Menschen, der noch nie hören und reden konnte. Und er heilt ihn, weil andere Menschen ihm vertrauen.

Wenn ihr gesund seid, dann wisst ihr, wie wertvoll diese Heilung ist.
Spürt gemeinsam euren Sinnen nach und entdeckt dabei wie schön es ist, dass diese Sinne gesund sind:
Hört gemeinsam leise Geräusche;
seht gemeinsam kleine Dinge;
riecht gemeinsam sanfte Düfte;
spürt gemeinsam kleine Dinge mit den Fingern;
redet gemeinsam leise Worte.

Impuls zum Sonntag, 23. August

Kennst du auch Kinder oder Erwachsene, die glauben, dass sie immer alles besser wissen und können? Alle anderen sind dumm und unfähig. Nur sie sind super und toll.

Kennst du auch Kinder oder Erwachsene, die unsicher sind? Die glauben, dass sie immer alles falsch machen und nichts richtig können und wissen? Alle anderen sind klug und tüchtig.

Jesus hat einmal von zwei Männern erzählt, die zum Beten in den Tempel gekommen waren. Der eine Mann war stolz auf sich und hat vor Gott angegeben. Er hat wirklich geglaubt, dass er der allerbeste Mensch ist, der sogar von Gott bewundert wird.

Der andere Mann hatte nicht vergessen, dass er ein paar Sachen falsch gemacht hatte. Er dachte an Gott und sagte zu ihm: Vergib mir.

Jesus wollte mit der Geschichte andere Menschen dazu einladen, ehrlich mit sich selber zu sein. Weder sich noch Gott zu beschwindeln.

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Lass uns ehrlich mit uns selber und mit anderen sein.
Segne uns. Amen.

Wie wäre es heute mit einem freundlichen Ehrlich-Tag?