Täglich: Psalmverse und Bonhoeffer

Die Psalmen haben Dietrich Bonhoeffer viel bedeutet.
"Der Psalter ist die große Schule des Betens überhaupt. Je tiefer wir in die Psalmen wieder hinein wachsen, und je öfter wir selber gebetet haben, desto einfacher und reicher wird unser Gebet werden."
Quelle: Gemeinsames Leben/Das Gebetbuch der Bibel

Mittwoch, 3. März
Herr, führe meine Sache gegen meine Widersacher,

bekämpfe, die mich bekämpfen!
Denn ohne Grund haben sie mir ihr Netz gestellt,
ohne Grund mir eine Grube gegraben.
Aber meine Seele soll sich freuen des Herrn
und fröhlich sein über seine Hilfe.
Herr, du hast es gesehen, schweige nicht;
Herr, sei nicht ferne von mir!
Wach auf, werde wach für mein Recht
und meine Sache, mein Gott und Herr!
Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit
und dich täglich preisen.
Verse aus Psalm 35

"Stille vor Gott bedarf der Arbeit und der Übung. Sie bedarf des täglichen Mutes, sich Gottes Wort auszusetzen und von ihm richten zu lassen, bedarf der täglichen Frische, sich an Gottes Liebe zu freuen."
Dietrich Bonhoeffer

Dienstag, 2. März

Gott, der Herr, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu
vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
Unser Gott kommt und schweiget nicht.
Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden.
Verse aus Psalm 50

"Ist nicht die Gerechtigkeit und das Reich Gottes auf Erden der Mittelpunkt von allem? Nicht um das Jenseits, sondern um diese Welt, wie sie geschaffen, erhalten, in Gesetze gefasst, versöhnt und erneuert wird, geht es doch."
Dietrich Bonhoeffer

Montag, 1. März
Glücklich ist, wer den Herrn verehrt
und seine Gebote voller Freude befolgt.
Dessen Kinder werden im Land angesehen sein.
Man lobt sie als eine rechtschaffene Generation.
Wohlstand und Reichtum sind in seinem Haus
und seine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen.
Im Dunkeln ist er ein Licht für die Rechtschaffenen.
Gnade, Barmherzigkeit und Liebe strahlt er aus.
Gut ist der Mensch, der schenkt und verleiht.
Bei seinen Geschäften hält er sich an das Recht.
Ja, wenn er sich daran hält, wird er nie scheitern.
Immer wird man daran denken, wie gerecht er ist.
Böse Gerüchte braucht er nicht zu fürchten.
Er bleibt standhaft, er vertraut dem Herrn.
Er zeigt sich unbeugsam, er kennt keine Angst.
Am Ende wird er auf seine Feinde herabsehen.
Er verteilt Spenden unter den Armen.
Seine Gerechtigkeit steht fest für immer.
Verse aus Psalm 112

"Weisheit ist etwas anderes als Wissen und Verstand und Lebenserfahrung. Weisheit ist das Geschenk, den Willen Gottes in den konkreten Aufgaben des Lebens zu erkennen."
Dietrich Bonhoeffer

Sonntag, 28. Februar
Reminiszere - 2. Sonntag der Passionszeit
Nach dir, Herr, verlangt mich.
Mein Gott, ich hoffe auf dich;
lass mich nicht zuschanden werden,
dass meine Feinde nicht frohlocken über mich.
Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret;
aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.
Der Herr ist gut und gerecht;
darum weist er Sündern den Weg.
Er leitet die Elenden recht
und lehrt die Elenden seinen Weg.
Um deines Namens willen, Herr,
vergib mir meine Schuld, die da groß ist!
Wer ist es, der den Herrn fürchtet?
Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.
Der wird im Guten wohnen,
und seine Kinder werden das Land besitzen.
Verse aus Psalm 25

"Gott wird es dem, der ihn in seinem irdischen Glück findet und ihm dankt, schon nicht an Stunden fehlen lassen, in denen er daran erinnert wird, dass alles Irdische nur etwas Vorläufiges ist und dass es gut ist, sein Herz an die Ewigkeit zu gewöhnen."
Dietrich Bonhoeffer